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Wissen · 6 April 2026

„Davon bekommt man Krebs“ und 6 weitere Sätze, die ich ständig höre – der Faktencheck

Rima · Beauty Laser Wien8 min read
Frau mit zwei Telefonhörern – Hörensagen rund um die Laserbehandlung

Kaum eine Beauty-Behandlung ist so gut erforscht wie die Laser-Haarentfernung – und um kaum eine ranken sich so viele Halbwahrheiten. Manche stammen aus der Frühzeit der Technik, manche aus Verwechslungen, manche sind schlicht erfunden und über drei Ecken weitererzählt. Hier sind die sieben Sätze, die mir am häufigsten begegnen, und was wirklich dran ist.

1. „Von den Laserstrahlen bekommt man Krebs“

Der Haarentfernungslaser arbeitet mit sichtbarem bis nah-infrarotem Licht. Diese Strahlung ist nicht ionisierend – sie kann die DNA in den Zellen gar nicht verändern, anders als UV-Strahlung der Sonne oder Röntgenstrahlen. Das Licht geht ein paar Millimeter in die Haut, wird zu Wärme und wirkt nur dort. Nach Jahrzehnten klinischer Anwendung gibt es null Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko. Fast ironisch: Wer nicht mehr rasiert, hat sogar weniger Mikroverletzungen.

2. „Danach wachsen die Haare dichter nach“

Dieser Mythos kommt vom Rasieren – und stimmt nicht mal dort. Die Stoppeln fühlen sich nur dicker an, weil die weiche Spitze fehlt. Beim Lasern wird die Wurzel dauerhaft abgeschaltet, und ein abgeschalteter Follikel macht gar kein Haar mehr, erst recht kein dickeres. Es gibt ein sehr seltenes Phänomen, bei dem in Nachbarzonen feine Haare aktiviert werden können – ein Grund mehr, zu einem Studio mit ordentlichem Gerät und Erfahrung zu gehen.

3. „Eine Sitzung reicht doch“

Schön wär’s – aber der Haarzyklus macht da nicht mit. Der Laser erwischt nur Haare in der Wachstumsphase, und das sind immer nur ein Viertel bis ein Drittel. Deshalb braucht es mehrere Sitzungen mit Abstand. Wer Ihnen das Einmal-Wunder verspricht, verkauft Marketing, keine Biologie.

4. „Bei blonden Haaren funktioniert das genauso“

Leider nein, und das sage ich auch so. Der Laser braucht das dunkle Pigment im Haar als Ziel. Sehr helle, graue, weiße oder rote Haare haben davon zu wenig – die Energie findet nichts. Bei dunkelblonden Haaren lohnt oft ein Test; bei weißen rate ich ehrlich ab und schicke Sie lieber zur Elektroepilation, statt Ihr Geld zu nehmen.

5. „Im Sommer darf man auf keinen Fall lasern“

Mit modernen Geräten ein überholter Satz. Worauf es ankommt, ist keine frische, knallige Bräune auf der Stelle und guter Sonnenschutz danach. Mit dem Nd:YAG lassen sich auch dunklere und leicht gebräunte Hauttypen das ganze Jahr sicher behandeln. Ich habe dem Thema einen eigenen Artikel gewidmet, weil die Frage so oft kommt.

6. „Das ist doch nur etwas für Frauen“

Mein Terminkalender sagt etwas anderes. Der Anteil männlicher Kunden wächst seit Jahren – Rücken, Brust, Schultern, Bartkontur. Die Technik ist exakt dieselbe, die Haare sind nur oft kräftiger. Und kräftige, dunkle Haare sind für den Laser das dankbarste Ziel überhaupt.

7. „Ist doch überall gleich, Hauptsache günstig“

Der teuerste Irrtum auf dieser Liste. Zwischen einem medizinischen Doppel-Wellenlängen-Laser mit Hautkühlung und einem billigen Dioden- oder IPL-Gerät liegen Welten, in der Wirkung wie in der Sicherheit. Und dann ist da noch der Mensch hinter dem Gerät: Hauttyp bestimmen, Energie richtig einstellen, Anamnese machen – davon hängt Ihr Ergebnis ab. Fragen Sie immer nach dem Gerät, der Ausbildung und einem Gespräch vor der ersten Buchung. Ein seriöses Studio beantwortet alle drei gern. Ich übrigens auch dann, wenn Sie sich danach für ein anderes entscheiden.

Frequently asked questions

Bekommt man von Laser-Haarentfernung Krebs?

Nein. Der Laser arbeitet mit sichtbarem bis nah-infrarotem Licht – nicht ionisierend, es kann die DNA gar nicht verändern wie UV- oder Röntgenstrahlen. Nach Jahrzehnten klinischer Anwendung gibt es keinerlei Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko.

Wachsen die Haare nach dem Lasern dichter nach?

Nein. Beim Lasern wird die Wurzel dauerhaft abgeschaltet, ein abgeschalteter Follikel macht gar kein Haar mehr. Der Mythos stammt vom Rasieren, wo Stoppeln sich nur dicker anfühlen, weil die weiche Spitze fehlt.

Funktioniert Laser-Haarentfernung bei blonden oder grauen Haaren?

Leider kaum. Der Laser braucht das dunkle Pigment im Haar als Ziel. Sehr helle, graue, weiße oder rote Haare haben davon zu wenig. Bei weißen Haaren ist die Elektroepilation die ehrlichere Alternative.

Ist Laser-Haarentfernung nur etwas für Frauen?

Nein, der Anteil männlicher Kunden wächst seit Jahren – Rücken, Brust, Schultern und Bartkontur. Die Technik ist dieselbe, die Haare sind nur oft kräftiger und damit ein besonders dankbares Ziel für den Laser.

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